Glossar
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- Anteil
- (share)
Grundlage des Beteiligungsverhältnisses (Mitgliedschaft,
Kapitalbeteiligung) an Unternehmen.
Soweit Mitgliedsrechte an Kapitalgesellschaften verbrieft sind, werden darüber
Anteilspapiere ausgegeben ( Aktien,
Genußscheine). Diese Anteile sind regelmäßig übertragbar, ohne
daß durch den Gesellschafterwechsel der Bestand der Kapitalgesellschaft
beeinflußt wird. Bei Investmentgesellschaften verbriefen die Investment-Zertifikate
die Beteiligung des Anlegers am Sondervermögen einer Kapitalgesellschaft.
- BaFin
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Neue Behörde, in der die Banken-, Versicherungs- und Wertpapieraufsicht
zu einer sogenannten Allfinanzaufsicht zusammengeführt werden sollen. Die
ehemaligen mit der Aufsicht beauftragten Behörden (Bundesaufsichtsamt
für das Kreditwesen, Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel, Bundesaufsichtsamt
für das Versicherungswesen) gehen in der neuen Anstalt auf. Die BAFin ist
eine rechtsfähige, bundesvermittelbare Anstalt des öffentlichen
Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen. Ihr
Sitz ist Bonn und Frankfurt.
- Beteiligung
- gesellschaftsrechtliche Kapitalanleihe an Kapital- und Personengesellschaften
und ihnen wirtschaftlich gleichstehenden gesellschaftsähnlichen Kapitalanlagen
(z. B. stille Beteiligung). Die spezifischen Beteiligungsmerkmale sind:
Einsatz von Kapital durch den Beteiligten, Beeinflußung der Unternehmenspolitik
durch den Kapitalgeber, anteiliger Anspruch am positiven Residualerfolg,
Risiko negativer Residualerfolge, Anspruch auf Liquidationserlös.
- Bioenergie
- Sammelbegriff für Energieformen, die aus unterschiedlichen Arten
von festen, flüssigen oder gasförmigen Biomassen gewonnen werden.
- Biogas
- Biogas ist Teil der Biomasse und eignet sich zur Herstellung von Strom,
Kraft-Wärme-Kopplung sowie als Treibstoff.
- Biomasse
- Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie; dazu gehören Holz, Gras,
Pflanzenöle, Stroh und andere nachhaltig nutzbaren Energiepflanzen
sowie tierische Produkte.
- Cash Flow
- anglo-amerikanischer Begriff, für den im deutschen Sprachraum kein
einheitlicher Terminus existiert. Allgemein wird der Cash Flow als der finanzwirtschaftliche
Überschuß (Einnahmenüberschuß) einer Periode verstanden.
Der Cash Flow findet Anwendung bei den Verfahren der Investitionsrechnung,
die im Rahmen der Beurteilung von anstehenden Investitionsvorhaben quantifizierbare
Daten für die Entscheidung liefern sollen…
- Emission
- (emission, issue of securities)
(1) Erstausgabe von Effekten.
Ziel einer Emission ist die vollständige, risikofreie und kostengünstige
Unterbringung von Wertpapieren zur Kapitalbeschaffung.
- Erneuerbare Energien
- Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen,
die nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung
stellen. Die drei orginären Quellen sind: Solarstrahlung, Erdwärme
(Geothermie), Gezeitenkraft.
- Finanzdienstleistungen
- (Financial Services)
umfassen allgemein alle Dienstleistungen, die von
Kreditinstituten, Versicherungen und sonstigen Nichtbanken angeboten werden.
Dies sind insbesondere sämtliche traditionelle Formen von Bank- und
Versicherungsdienstleistungen...
- Förderprogramme für Erneuerbare Energien
- Der beschleunigte Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energien gehört
zu denzentralen Elementen für eine nachhaltige Entwicklung. Das Bundesumweltministerium
misst dem Ausbau der erneuerbaren Energie-Technikenganz besondere Bedeutung
zu. Neben Energieeinsparung und Verbesserung der Energieeffizienz gilt es,
die Nutzung der Solarenergie, der Wind- und Wasserkraft, der Biomasse und
der Geothermie entscheidend voranzubringen.
- Gärrückstand
- Material, das durch die Vergärung (anaerobe Behandlung - ohne Sauerstoff)
getrennt gesammelter Bioabfälle entsteht. Gärrückstand kann
als Dünger z.B. auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden.
Bei der Vergärung wird methanhaltiges Biogas gewonnen, welches wiederum
zur Energieerzeugung (Wärme, Strom) verwendet wird.
- Geschlossene Fonds
- (closed end fund)
Investmentfonds
mit fixiertem Gesellschaftskapital, der Anteile nur zeitweilig bis zu einem
bestimmten Umlaufsvolumen emittiert, diese dann aber nicht zurücknimmt.
Die Anteile werden im Regelfall am Markt gehandelt.
- Holding
- (Dachgesellschaft)
Gesellschaft, die Aktien bzw. Gesellschaftsanteile
anderer Unternehmen erwirbt, um sie zu verwalten bzw. mit ihrer Hilfe die
betreffenden Unternehmen zu beherrschen. Die Holding kann auch zur finanziellen
Zusammenfassung eines Konzerns im In- und Ausland gegründet werden,
indem Aktien oder Geschäftsanteile auf sie übertragen bzw. bei
ihrer Gründung eingebracht werden.
- Kapital-Lebensversicherungen
- Die kapitalbildende Lebensversicherung kombiniert Todesfallabsicherung
und Sparanlage. Sie zahlt bei Tod der versicherten Person die versicherte
Todesfallsumme (mindestens die Versicherungssumme) an die Bezugsberechtigten
für den Todesfall. Erlebt die versicherte Person den Ablauf der Versicherungsdauer,
wird die Erlebensfallleistung an die Bezugsberechtigten für den Erlebensfall
(meist der Versicherungsnehmer) ausgezahlt. Das Bezugsrecht kann durch den
Versicherungsnehmer getrennt für den Erlebens- und Todesfall festgelegt
werden.
- Kapitalanlage
- Geldanlage, Vermögensanlage, investment, (investment of funds)
Investition von Geldbeträgen zu anderen als Verbrauchszwecken
in Geldanlagen (Nominalanlagen) in Form von z. B. Sparkonten, festverzinslichen Wertpapieren,
Sachwerten in Form von Beteiligungen, Grundstücken usw.
Die Ziele der Kapitalanlage liegen im Streben des Investors
nach:
- Sicherheit: Minimierung des Risikos eines teilweisen oder völligen Herrschafts- und/oder Substanzverlustes;
- Rentabilität: Erwirtschaftung eines möglichst hohen Ertrags für den Zeitraum der Kapitalüberlassungsdauer;
- Liquidität: Optimierung der Kapitalanlage in der Form, daß Geldnähe der Kapitalanlage und ein eventueller Kapitalbedarf des Anlegers aufeinander abgestimmt sind: Minimierung der Risiken, die mit der künstlichen Liquidität der Kapitalanlage zum Zeitpunkt tn-x und/oder einer anderweitigen Finanzierung eines möglichen Kapitalbedarfs zum gleichen Zeitpunkt verbunden sind…
- Maissilage
- ist durch Milchsäuregärung konserviertes hochwertiges Grünfutter
für Nutztiere (v.a. Rinder), hier vor allem Wiederkäuer, da diese
durch die Fermentation im Pansen in der Lage sind, Struktur-Kohlenhydrate
zu verdauen. Für diese Art der Konservierung sind grundsätzlich
alle Grünfuttermittel geeignet: u.a. (Gras, Mais, Klee, Luzerne, Ackerbohnen,
Hafer, Rübenblätter usw.).
- Platzierung
- endgültige Unterbringung von Wertpapieren (Aktien, Schuldverschreibungen) bzw. eines Aktienpakets durch ein Bankenkonsortium. Anleger können das breite Publikum und/oder institutionelle Großanleger (z. B. Lebensversicherungsgesellschaften,
Investmentfonds) sein.
- Prognose
- Prognosen sind Vorhersagen, die sich aus Untersuchungen über die
Marktsituation, das Konkurrenzverhalten und Umfelddaten ergeben. Zu den
Prognosen gehört auch die Extrapolation von Trends über den Konjunkturverlauf
von der Vergangenheit in die Zukunft. Sie sind Teil der Datenbasis der Unternehmensplanung.
Man könnte sie als Baugrund des Planungsgebäudes bezeichnen…
- Prospekt
- (Börsenprospekt, Emissionsprospekt, Zeichnungseinladung, Zeichnungsprospekt)
(1) Bei Emissionen:
Kurze Veröffentlichung, die zur Zeichnung des neu ausgegebenen Wertpapiers
auffordert und die wichtigsten Angaben über Gesellschaft und die Emissionsbedingungen
enthält.
…
Der Prospekt muß in einer Zeitung (“Pflichtblatt”) bzw.
im Bundesanzeiger veröffentlicht werden (Zeichnung
von Wertpapieren, Börsenzulassung).
- Rating
- bonitätsmäßige Einstufung der Qualität
von Ländern, Banken, Geldmarkt- und/oder Kapitalmarkttiteln in ein
Klassifikationssystem. Rating wird von neutralen Ratingagenturen oder von
Redaktionen international renommierter Zeitschriften (Institutional Investor,
EUROMONEY) u. U. auf Wunsch des Emittenten (z. B. Industrieunternehmen)
durchgeführt.
…
(3) Emissionsrating
ist in erster Linie auf die Wahrscheinlichkeit der fristgerechten und vollständigen
Zins- und Tilgungsleistungen durch die Emittenten von Geld- und Kapitalmarktpapieren
ausgerichtet. Dabei werden aber auch andere Komponenten (z. B. Ertrag, Kapitalausstattung,
Qualität von Forderungen) einbezogen. Dieses Rating erfolgt gezielt
im Hinblick auf einzelne Emissionen.
Es ermöglicht den Kapitalanlegern eine hohe Transparenz hinsichtlich
der Bonitätsbeurteilung
der Titel und ist damit zugleich ein Indikator für die Qualität
der Emissionsadresse.
- Rendite
- jährlicher Ertrag (Dividende, Zins) in v. H. des investierten Kapitals.
- Zweitmarkt
- Nicht geregelter Markt für die Wiederveräußerung von Gesellschaftsanteilen
(im Gegensatz zur erstmaligen Ausgabe durch die Gesellschaft). Ein geregelter
bzw. amtlich zugelassener Markt existiert nicht. Viele Fondsinitiatoren
organisieren intern einen Zweitmarkt für ihre Anleger.
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